2009: Bio-Fibel, Bio-Lebensmittelplakate, www.bio-wissen.org, Kleeschwein
Mit der Bio-Fibel gibt der Freiland Verband erstmals eine konsumentInnengerechte „Zeitschrift für Wissen aus der Biologischen Landwirtschaft“ heraus. Mit dem Anliegen, wertvolles Bio-Wissen zum Nulltarif, gut verständlich aufbereitet, werden mit jeder Ausgabe mindestens 10 000 bioaffine KonsumentInnen erreicht.
Einen gänzlich neuen Weg für den Wissensaustausch fand der Freiland Verband mit der Herausgabe einer neuen Plakatserie zu den Vorzügen der Bio-Lebensmittel. Nach dem Motto „Worte trennen, Bilder verbinden“ wurde basisierend auf der Bildsprache von Otto Neurath eine Plakatserie mit den Themen Bio-Fleisch, Bio-Milch, Bio-Ei und Bio-Fisch begonnen – siehe unter www.bio-wissen.org.
Im Praxisprojekt „Kleeschwein – Umsetzung von Praxisversuchen zur Untersuchung der Verfütterung von Kleesilage und Luzernegrünmehl in der Bioschweinefütterung“ wurde untersucht, inwieweit Kleesilage und Luzernegrünmehl eine praxistaugliche, leistungsgerechte Eiweißquelle für Mastschweine darstellen. Das Projekt läuft noch bis 2010.
Weitere Projekte: Marktforschung und Durchführbarkeitsstudie für Fleisch und Fleischprodukte aus Bio-Ebermast, Konzeption, Organisation und Durchführung der Präsentation von Bio-Lebensmitteln bei der ersten Slow Food-Messe für KonsumentInnen in Wien, Mindestanforderungen für Transport und Schlachtung für Bio-Rinder und –Schweine, Sulmtalermast.
Die 16. FREILAND-Tagung widmete sich dem Thema „Bauernblick und Forschersicht – Gemeinsame Strategien für mehr Tiergerechtheit“.
2008: Neue Partnerschaft mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Nach persönlichen und vor allem inhaltlich unüberwindbaren Meinungsverschiedenheit beendet der FREILAND Verband Mitte des Jahres die enge strukturelle Verknüpfung mit Bio Austria. Mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Österreich) (www.fibl.org) wird ein neuer operativer Partner zur Umsetzung der FREILAND-Interessen gefunden. Im Mai übersiedelt der FREILAND Verband gemeinsam mit FiBL Österreich und Agricultura GmbH in ein neues Büro im 7. Wiener Bezirk.
Gemeinsam mit FiBL Österreich werden neue Projekte zur Tierhaltung und zur KonsumentInneninformation ausgearbeitet und zur finanziellen Unterstützung bei Förderstellen eingereicht und begonnen.
Eine Fortsetzung der erfolgreichen Tagungszusammenarbeit mit der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung bringt die als Wissenschaftstagung konzipierte 15. FREILAND-Tagung/22. IGN-Tagung. Mit 250 TeilnehmerInnen aus sechs Nationen festigt die Tagung ihren führenden Rang als größte angewandte Tierhaltungsfachtagung im deutschsprachigen Raum.
2007: Würde der Tiere und neue Denkwerkstätten
Der FREILAND Verband vertraut weiterhin der operativen Kompetenz von Bio Austria.
In der Bio Austria-Tätigkeit werden im Rahmen der Wertediskussion die Projekte „Bio-Landwirtschaft und Tierschutz – Würde der Tiere“ sowie „Würde der Tiere bei Transport und Schlachtung“ durchgeführt. Weiters wird das Innovationsprojekt „Wiederkäuergesundheit im Biolandbau“, welches von FiBL Österreich umgesetzt wird, geleitet.
Mit der Veranstaltung der 1. BioVersität wird zum Thema „Ist die biogene Wende schon am Ende“ Welche Rolle spielt die Biologische Landwirtschaft für die zukünftige Produktion nachwachsender Rohstoffe?“ eine neue Denkwerkstätte für Zukunftsthemen der Bio-Landwirtschaft als Bildungsoffensive für den ländlichen Raum mitinitiiert. Mittels Videokonferenz und Internetübertragung nahmen über 600 Personen in ganz Österreich an der Veranstaltung teil. Weitere Informationen siehe www.bioversitaet.at.
Über 800 Bäuerinnen und Bauern besuchten einen der fünf Tage der 3. Schlägler Biogespräche. Emotionaler Höhepunkt war ein Treffen mit den Pionieren der österreichischen Bio-Landwirtschaft.
Zur 14. FREILAND-Tagung „Grenzgang Nutztierhaltung – Nutzung und Achtung des Lebens beim Umgang mit Tieren“ kamen über 200 TeilnehmerInnen aus 5 Nationen.
16 Jahre nach dem ersten Erscheinen wird das Freiland-Journal für ökologisch-tiergerechte Nutztierhaltung und gesunde Ernährung mit der Ausgabe 4/2007 eingestellt und die Grundlagen für ein neues Zeitungsprojekt erarbeitet.
2006: Biologische Landwirtschaft – Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts
Der FREILAND Verband konzentriert sich auf strategische Weichenstellungen. Die operative Arbeit wird in Bio Austria umgesetzt.
In der 1. Bio Austria-Zukunftstagung wird die Lösungskompetenz der Bio-Landwirtschaft für die großen anstehenden gesellschaftspolitischen Themen aufgezeigt und die allgemein als wenig modern wahrgenommene Landbaurichtung und Denkschule als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts positioniert.
Die Schlägler Bio-Gespräche begeistern mit der Einladung von Maria Thun zum Thema "Gesunder Bio-Pflanzenbau unter Einbeziehung kosmischer Rhythmen“ über 300 TeilnehmerInnen.
Die 13. FREILAND-Tagung widmet sich dem Thema „Freilandhaltung – Perspektive für die Zukunft!?“.
2005: Konzentration auf Innovation im neuen Netzwerk
Der FREILAND Verband überträgt seine operativen Agenden an Bio Austria, die neu gegründete Netzwerkorganisation der österreichischen Bio-Landwirtschaft. Die FREILAND-MitarbeiterInnen setzen österreichweit Impulse in der neuen Stabstelle für Innovation, Bio-Forschungskoordination und Wissensmanagement. So erweisen sich z. B. die als kleine Gesprächskunde mitkonzipierten Schlägler Biogespräche sich als großer Publikumsmagnet.
Der Freiland Verband lagert die Vermarktungsschiene über die Freiland GmbH an die Fleischmanufaktur Kollecker GmbH aus.
Die 12. FREILAND-Tagung widmet sich dem Thema „Chancen und Grenzen einer tiergerechten Nutztierhaltung".
2004: Aufbau einer Forschungsschnittstelle
Der Freiland Verband widmet sich in Kooperation mit Bio Austria schwerpunktmäßig dem Aufbau einer Forschungsschnittstelle in der österreichischen Bio-Landwirtschaft.
Gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) veranstaltet der Freiland Verband an der Univ. für Bodenkultur die 11. FREILAND-Tagung/17. IGN-Tagung mit dem Titel „Auf dem Weg zu einer tiergerechten Haltung“. Mit 230 TeilnehmerInnen erreicht die Tagung einen neuen Teilnahmerekord.
Die FREILAND-Qualitätsstandards werden neu ausgearbeitet. Standards zur Kaninchenhaltung werden neu erstellt.
Der Freiland Verband arbeitet intensiv an der Neukonzeption von Bio Austria mit.
2003: 10-jähriges Tagungsjubiläum
Der FREILAND Verband widmet sich weiter schwerpunktmäßig dem Bio-Qualitätsmanagement. Die Studie „Evaluierung der Biokontrolle in Österreich – Qualitätssicherung in der Bio-Landwirtschaft Österreichs“ wird abgeschlossen.
Die FREILAND-Tagung widmet sich zum zehnjährigen Tagungsjubiläum dem Thema „Alternativen in der Tierhaltung – Modeerscheinung oder Zukunftschance?“. Die allgemeinen FREILAND-Qualitätsstandards sowie spezielle Standards zur Freilandhaltung von Schweinen und Rindern werden neu ausgearbeitet. Der FREILAND Verband arbeitet intensiv an der Neukonzeption von BIO AUSTRIA mit.
2002: Projekt "Evaluierung der Biokontrolle in Österreich"
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig der Qualitätssicherung in der Biologischen Landwirtschaft Österreichs und koordiniert das Projekt „Evaluierung der Biokontrolle in Österreich“.
Die 9. FREILAND-Tagung widmet sich an der Universität für Bodenkultur Wien unter dem Titel „Den Tieren gerecht werden – Neue Qualitäten der Tierhaltung“ der weiteren Verbesserung tiergerechter Haltungssysteme.
Die Studie „Bio-Schwein 2007– Grundlagen der Haltung, Fütterung, Zucht und Qualitätsbeurteilung als Basis einer tier- und umweltgerechten Bio-Schweinefleischerzeugung“ wird abgeschlossen.
2001: Schwerpunkt Putenhaltung
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig der Putenhaltung in der Biologischen Landwirtschaft.
Die 8. FREILAND-Tagung widmet sich an der Veterinärmedizinischen Universität Wien nach der neuerlichen BSE-Krise und dem Antibiotikamissbrauch in der konventionellen Schweinemast dem Thema „Tierische Lebensmittel – Qualität beginnt im Stall“.
Gemeinsam mit dem Institut für Nutztierwissenschaften der Universität für Bodenkultur wird die viel beachtete Studie „Erhebung der Inhalte ausgewählter österreichischer Markenfleischprogramme anhand der aktuellen Markenfleischrichtlinien“ erarbeitet.
Im Auftrag vom Global 2000 Umweltforschungsinstitut wird die Studie „Mögliche Versorgung von Geflügel und Schweinen mit heimischen Eiweißfuttermitteln nach dem Einsatzverbot von Tiermehl in Österreich“ erstellt.
2000: Verschärfung der Tierhaltungsrichtlinien
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig dem Tierschutz in Österreich und veranstaltet an der Universität für Bodenkultur die 7. FREILAND-Tagung „Tierschutz im Stall – Bedürfnisse der Tiere, Sachzwänge in der Praxis, Erwartungen der Konsumenten“.
Der FREILAND Verband verschärft in den überarbeiteten FREILAND-Tierhaltungsstandards weiter seine Vorgaben. Jeder FREILAND-Betrieb garantiert die freie Bewegungsmöglichkeit und tägliche Auslaufmöglichkeit der Tiere ins Freie. Anbindehaltung wird kategorisch untersagt.
1999: Schwerpunkt Tiergesundheit in Bio-Betrieben
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig der Tiergesundheit in biologisch bewirtschafteten Betrieben Österreichs.
Gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) und Instituten der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur veranstaltet der FREILAND Verband an der Veterinärmedizinischen Universität Wien die 6. FREILAND-Tagung/14. IGN-Tagung, mit dem Titel „Tierhaltung und Tiergesundheit“.
Der FREILAND Verband erstellt Schulmaterialien zum Thema „Schweinehaltung in Österreich – von der Biologie des Schweines bis zur Praxis in der Nutztierhaltung“.
1998: FONS - Herkunftskontrolle von Rindfleisch
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig der Mastgeflügelhaltung Österreichs und veranstaltet an der Universität für Bodenkultur die 5. FREILAND-Tagung mit dem Titel „Perspektiven der Mastgeflügelhaltung“.
Der FREILAND Verband meldet mit FONS als erste Organisation Österreichs neben der AMA eine eigenständige Spezifikation zur Herkunftskontrolle von Rindfleisch an.
1997: 10-jähriges Bestehen
Der FREILAND Verband feiert mit zahlreichen Aktivitäten sein 10-jähriges Bestehen.
Die Forschungsgemeinschaft für Tierhaltung, Ökologie und Hygiene bearbeitet gemeinsam mit dem FREILAND Verband ein Forschungsprojekt zur „Umsetzung der Milchhygieneverordnung 1993“.
Gemeinsam mit mehreren wissenschaftlichen Institutionen veranstaltet der FREILAND Verband an der Veterinärmedizinischen Universität die 4. FREILAND-Tagung mit dem Titel „Zuchtsauenhaltung einmal anders?“
Der FREILAND Verband erstellt Schulmaterialien zum Thema „Milchkuhhaltung in Österreich – von der Biologie des Rindes bis zur Praxis in der Nutztierhaltung“.
1996: BSE-Krise und Aktionstag "Zur Ehrenrettung des Rindes"
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig der Situation der Rinderhaltung in Österreich. An der Veterinärmedizinischen Universität findet die 3. FREILAND-Tagung zum Thema „Laufstallhaltung kontra Anbindehaltung“ statt.
In Anbetracht der BSE-Problematik organisiert der FREILAND Verband in der Wiener Innenstadt einen medial viel beachteten Aktionstag „Zur Ehrenrettung des Rindes“.
1995: Ausweitung der Fleischvermarktung
Der FREILAND Verband widmet sich schwerpunktmäßig der Verbesserung der Haltungsbedingungen der Mastschweine und veranstaltet dazu an der Universität für Bodenkultur die 2. FREILAND-Tagung zum Thema „Aspekte der Schweinehaltung“.
Die Fleischvermarktung über die Freiland GmbH wird ausgeweitet.
Der FREILAND Verband erstellt im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten Schulmaterialien zum Thema „Legehennenhaltung in Österreich – von der Biologie des Huhnes bis zur Praxis in der Nutztierhaltung“.
1994: 1. FREILAND-Tagung
Der Verband gründet zur Intensivierung der Vermarktung von Produkten tierischer Herkunft die Freiland GmbH.
An der Veterinärmedizinischen Universität findet die 1. FREILAND-Tagung zum Thema „Perspektiven der Nutztierhaltung“ mit Schwerpunkt Legehennenhaltung statt.
Der Verband erhält Ende des Jahres einen neuen Namen: Freiland – Verband für ökologisch-tiergerechte Nutztierhaltung und gesunde Ernährung (kurz: FREILAND).
Gleichzeitig mit der Umbenennung werden die Bereiche Vermarktung (FREILAND GmbH), Kontrolle (Kontrollstelle Kritische Tiermedizin) und Forschung (Forschungsgemeinschaft für Tierhaltung, Ökologie und Hygiene) ausgegliedert.
1992: Staatliche Anerkennung
Der Verband wird als biologischer ProduzentInnenverband staatlich anerkannt und wird für seine umfassenden Leistungen mit dem Österreichischen Umweltschutzpreis ausgezeichnet.
1991: Tierhaltungsrichtlinien ins Lebensmittelbuch
Die FREILAND-Tierhaltungsstandards werden in abgeschwächter Form in das Österreichische Lebensmittelbuch aufgenommen und gelten heute für alle tierhaltenden, biologisch bewirtschafteten Betriebe Österreichs.
1990: Umstellung auf Bio
Die Mitgliedsbetriebe werden motiviert, auf biologische Landwirtschaft umzustellen.
1989: 1. Wiener Bio-Fleischhauerei
Die Eiervermarktung mit dem gelben, dreieckigen FREILAND-Aufkleber wird über den Wiener Raum hinaus ausgeweitet.
Gemeinsam mit dem Ernte-Verband Niederösterreich wird die 1. Wiener Bio-Fleischhauerei eröffnet.
1988: Mindestpreisregelung für FREILAND-Lebensmittel
In Ergänzung zu den Tierhaltungsrichtlinien wird ein umfassendes Kontrollsystem etabliert. Dieses umfasst als Eckpfeiler die Herkunftskontrolle, die Verlaufs- und Mengenkontrolle und die Produktkontrolle. Damit den LandwirtInnen der Mehraufwand der tiergerechten Lebensmittelerzeugung auch finanziell abgegolten wird, wird vom Verband Kritische Tiermedizin eine Mindestpreisregelung für FREILAND-Lebensmittel eingeführt. Die LandwirtInnen werden durch intensive Vermittlungstätigkeit in der Vermarktung unterstützt.
1987: Vereinsgründung und Markenzeichen "KT-FREILAND"
Um die Konzepte einer alternativen Nutztierhaltung in die Praxis umsetzen zu können, wird der gemeinnützige Verein "Verband Kritische Tiermedizin" gegründet.
Das dreieckige, gelbe Markenzeichen "FREILAND - Kritische Tiermedizin geprüft" wird eingetragen.
1983: Erste Richtlinien für Österreich
Ergebnis der theoretischen und praktischen Auseinandersetzungen sind die ersten nach ethologischen Grundsätzen ausgerichteten Richtlinien Österreichs für die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere.
1982: AG Kritische Tiermedizin
TierärztInnen und StudentInnen der Veterinärmedizinischen Universität Wien initiieren die Arbeitsgemeinschaft "Kritische Tiermedizin". Die Gruppe befasst sich vor allem mit den Risikofaktoren der intensiven Tierproduktion und der Gentechnologie sowie den Möglichkeiten alternativer Heilmethoden.