Freiland-Philosophie Biodiversität

FREILAND-Philosophie

Gesunder Boden – Gesunde Pflanzen – Gesunde Tiere – Gesunder Menschen

Die FREILAND-Philosophie baut auf der Prämisse auf, dass ein gesunder, fruchtbarer Boden die Basis für alles ist. Dem Erhalt und Aufbau von Humus wird (fast) alles andere untergeordnet. Gesunde Pflanzen und vitale Nutztiere sind die eine Ernte. Durch die humusmehrenden Maßnahmen werden aber auch große Mengen des klimawirksamen CO2 in Form von Kohlenstoff im Boden gebunden. Das ist der Schlüssel für alle Kriterien der Nachhaltigkeit, in denen sowohl die Bio-Betriebe als auch die -Lebensmittel naturwissenschaftlich bewiesen besser abschneiden. Je ehrlicher und weiter der Lebenszyklus der einzelnen Lebensmittel gefasst wird, desto eindeutiger zeigen sich die Vorzüge beim Schutz des Klimas, des Wassers und beim Erhalt der Biodiversität. Zudem werden durch den Verzicht auf Agrarchemikalien große Mengen an fossiler Energie eingespart.

Die Tierhaltung ist elementarer und integrativer Bestandteil des organisch-biologischen Betriebskreislaufs (siehe Tierhaltungsstandards). Mit Hilfe der landwirtschaftlichen Nutztiere werden idealerweise die auf dem Betrieb anfallenden pflanzlichen Futtermittel und Nebenprodukte der Lebensmittelproduktion zur Erzeugung hochwertiger Lebensmittel verwertet. In diesem Sinne „nutzen“ wir die Tiere und übernehmen damit auch Verantwortung für ihr Befinden und Wohlergehen.

Freiland-Anliegen

Es begann mit KT-FREILAND-Eiern. Als die „Kritische Tiermedizin“ 1987 gegründet wurde, gab es noch nicht einmal Freilandeier zu kaufen. Heute ist Bio in aller Munde, aber noch viel zu wenig. Deshalb widmet sich FREILAND als biologischer Produzent*innen-Verband heute überwiegend der Arbeit mit Konsument*innen.

Freiland-Anliegen Bio-Wissen Scamorza
Freiland Verband Anliegen Bio-Nutztierhaltung Bio-Rind Mutterkuh Luzerne AubracTierhaltung

Haltung – Natur als Vorbild

Das Haustier ist weitestgehend aus seinem natürlichen Zusammenhang herausgelöst und durch die Domestikation Teil der menschlichen Kultur geworden. Für die vom Menschen entwickelten Haltungssysteme muss die Natur als Vorbild gelten.
Die Haltungssysteme müssen den Bedürfnissen der Tiere angepasst sein und ihren (verhaltens)physiologischen Ansprüchen gerecht werden.

Der Tierhalter ist verpflichtet, dem Haustier diese Qualitäten zu garantieren: in Form von

• tiergerechter,
• wesensgerechter und
• aufeinander abgestimmter Haltung, Fütterung, Zucht und Betreuung.

FREILAND Tierhaltungsstandards

Die FREILAND-Tierhaltungsrichtlinien wurden bereits 1987 erarbeitet und gelten – da sich Verhalten und Bedürfnisse der Nutztiere ja nicht ändern – weitgehend unverändert auch noch heute.

Die FREILAND Tierhaltungsstandards fußen auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Nutztierethologie. Sie orientieren sich am Normalverhalten der jeweiligen Nutzungsrichtung und versuchen, die menschlichen Interessen an der Nutzung der Tiere mit deren Ansprüchen und Bedürfnissen in Einklang zu bringen.
Durch eine tiergerechte Haltung erreichen wir gesunde und vitale Tiere und tragen so zur nachhaltigen Erzeugung hochwertiger Lebensmittel bei.

Eckpfeiler der FREILAND-Tierhaltung

EU-Bio-Verordnung als Basis, ausreichend Bewegungsmöglichkeiten und reichlich Einstreu im Stall, Auslauf ins Freie, Kontakt zu Artgenossen, Bio-Futter und die Wahl von widerstandsfähigen vitalen Rassen sind die Eckpfeiler der FREILAND-Nutztierhaltung.

Bio 3.0 #biodreinull Logo Freiland Verband Anliegen

Die FREILAND-Informationsplattform

Die Biologische Landwirtschaft ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Auch wenn wir jedes Jahr mehr Bio-Lebensmittel kaufen und essen, so wissen wir dennoch viel zu wenig über das nachhaltige und komplexe Wissen, Denken und System dahinter.

Die mannigfachen Lösungsmöglichkeiten der Biologischen Landwirtschaft für viele der anstehenden, großen Probleme unserer Zeit wollen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL aufzeigen und mit Ihnen diskutieren.

Toll aufbereitetes, aktuelles Bio-Wissen finden Sie unter Bio 3.0 – Neue Wege zu mehr Bio und der Bio-Wissensplattform.